Qi Gong

Bestimmt haben Sie diesen Begriff schon einmal irgendwo gehört oder gelesen. Aber was bedeutet er? Was ist QI GONG?
Die reine Wortbedeutung setzt sich zusammen aus: QI, was für Lebensenergie steht und GONG, was soviel wie Arbeit oder Übung bedeutet.
 
Qi Gong ist also, rein begrifflich betrachtet: Arbeit mit der Lebensenergie.
 
Aber was bedeutet das?
Es gibt zahlreiche unterschiedliche Qi Gong Arten, Stile und Übungen, wichtig sind jedoch folgende Unterscheidungen:
 
    1. Dong Gong: aktives Qi Gong, Übungen in Bewegung
    2. Jing Gong: meditatives Qi Gong, Übungen in Ruhe
 
Beim Dong Gong, dem aktiven Qi Gong, ist eine äußere Bewegung sichtbar. Die Übungsabfolge beinhaltet verschiedene, ineinander überfließende Bewegungsabläufe. Hier einige Beispiele:
 
Wu Qin Xi — das Spiel der 5 Tiere:
Hierbei werden die 5 Tiere, die den 5 Elementen entsprechen, in ihren Bewegungen nachgeahmt. Die einzelnen Übungen dienen unter anderem der Stärkung der Organe des zugehörigen Elements:
 
Tiger — Wasser — Niere/Blase
Hirsch — Holz — Leber/Gallenblase
Affe — Feuer — Herz/Dünndarm (Kreislauf/3fach Erwärmer)
Bär — Erde — Milz/Magen
Kranich — Metall — Lunge/Dickdarm

Ba Duan Jin — die 8 Brokatübungen
8 verschiedene Übungsformen die den Fluß des Qi in sämtlichen Körperregionen beeinflussen. Oft wird ein Zusammenhang hergestellt zwischen den 8 Übungen und den 8 Wundergefäßen (Meridianen) der TCM.

Chan Si Gong — die Seidenraupenübung
Verschiedene Übungen, die die kreisenden Bewegungen der Seidenraupe nachempfinden. Diese sind auch für ältere oder in der Beweglichkeit eingeschränkte Menschen sehr gut geeignet.

Beim Jing Gong, dem Meditativen Qi Gong ist keine äußere Form sichtbar. In beiden Fällen findet das Nei Gong, die innere Arbeit statt, das Wei Gong, die äußere Arbeit ist nur beim Dong Gong sichtbar.

Zum Jing Gong gehören verschiedene Arten des stillen Qi Gong. Auch hier gibt es zahlreiche Übungen.
Eine der bekanntesten ist der „kleine himmlische Kreislauf“. Hierbei wird der Energiefluß in den beiden Wunder-Gefäßen Du Mai und Ren Mai, die auf der Mittelinie des vorderen und hinterern Oberkörpers verlaufen, zu einem Kreislauf geschlossen.

Ziel aller Qi Gong Übungen, ob still oder bewegt, ist es, den Fluß der körpereigenen Energie zu lenken und ihre Vitalität zu vermehren. Auf diese Weise werden Krankheiten vorgebeugt, Blockaden aufgelöst und erkrankte Gebiete mit Energie durchströmt. Die meditaive Form des Qi Gong dient des Weiteren der Kultivierung innerer Ruhe und Klarheit, Zufriedenheit und Ausgeglichenheit — unerläßliche Voraussetzungen für körperliche sowie geistige Gesundheit.
 
Ich unterrichte Qi Gong sowohl in Gruppen als auch auf Wunsch im Einzelunterricht. Sprechen Sie mich gerne an.